Los Temperamentos

Los
Temperamentos

Das Ensemble

Den Beweis, dass Barockmusik impulsiv und mitreißend sein kann, treten Los Temperamentos an. Das Ensemble gründete sich 2009 aus Absolventen der Akademie für Alte Musik in Bremen. Inzwischen haben die Musiker aus Mexiko, Kolumbien, Ungarn und Deutschland längst ihren eigenen Ton gefunden, eine Melange aus lateinamerikanischem und europäischem Barock: expressiv, rhythmisch und tänzerisch – mit selbst geschriebenen Arrangements und unverwechselbarer Klangfarbe.
Temperamentvoll und sinnlich interpretieren sie die Werke bekannter Komponisten, aber auch wiederentdeckte Schätze noch unbekannter Meister. Traditionelle Melodien der Inka stehen Sonaten Scarlattis gegenüber, kokette Liebeslieder Perkussions-Improvisationen. Gespielt wird ausschließlich auf Kopien historischer Instrumente. Die „Hannoversche Allgemeine“ lobte zuletzt die unbändige Improvisierfreude und bewertete das Spiel der jungen Musiker als virtuos, ungemein rhythmisch und technisch auf höchstem Niveau… (HAZ, 4/2018)

In Europa feiern Los Temperamentos von den Niederlanden bis Portugal große Erfolge. Dem musikalischen Erbe trägt das Ensemble außerdem mit Konzertreisen nach Südamerika Rechnung. Die Künstler gastierten schon beim „Festival Internacional de Música Antigua“ in Santiago de Chile und in Lima, beim Festival „Impulso“ in Mexiko und beim „Festival Internacional de Música Renacentista y Barroca Misiones de Chiquitos“ in Bolivien.

Nach dem Debüt-Album De la Conquista y otros Demonios, welches u.a. vom NDR exzellent rezensiert wurde, kam im Sommer 2015 die zweite CD El Galeón 1600 heraus, die für den »International Classical Music Award 2016« nominiert wurde.
Im Juli 2017 erschien das neue Album Amor y Locura, welches unter anderem von WDR 3, HR 2, Radio Stephansdom Wien oder NDR Kultur ausgezeichnete Kritiken erhielt. Dieses Album wurde erneut in der Kategorie „Barock Vokal“ für den „ICM Award2018“ nominiert.

Swantje Tams Freier

Gesang

Die in Hamburg geborene Sopranistin Swantje Tams Freier war mehrfach erste und zweite Bundespreisträgerin beim Wettbewerb »Jugend musiziert«. Sie nahm an neun Projekten des »World Youth Choir« und des »World Chamber Choir« unter Leitung der namhaftesten Dirigenten der internationalen Chorszene teil und bereiste auf den Tourneen vier Kontinente. Sie studierte Gesang, Alte Musik bei Prof. Harry van der Kamp, Prof. Stephen Stubbs und Nele Gramß an der Hochschule für Künste in Bremen und erhält derzeit Unterricht bei Rosa Dominguez (Schola Cantorum Baseliensis). Als Solistin und Ensemblesängerin konzertierte sie mit dem Sonderjyllands Sinfonieorchester, der Philharmonie Nowosibirsk, Elbipolis, La Stravaganza Köln, Concerto Farinelli, Ensemble Weser-Renaissance, dem Bremer Barock Consort und sang bei Barockopernproduktionen im Rahmen des »Dahlheimer Sommers« und in Cavallis »La Didone« am Theater Bremen. Swantje erhielt Stipendien der »Tesdorpf’schen gemeinnützigen Stiftung«, der »Oscar und Vera Ritter-Stiftung«, dem »Rotary-Club Hamburg-Steintor« und der »Eduard-Witt-Stiftung«.


Franciska Anna Hajdu

Barockvioline

Franciska Anna Hajdu wurde in Ungarn geboren und fand ihre Liebe zur Violine bereits in frühester Kindheit. Seit ihrem 14. Lebensjahr besuchte sie regelmäßig Meisterkurse in Ungarn und ganz Europa und nahm Unterricht bei Zsolt Kalló, Katalin Kokas und Lucia Krommer. 2012 schloss sie schließlich ihr Studium der modernen Geige am bekannten Varga Tibor Musikinstitut in Ungarn bei Dr. Svikruha Márta ab. Zusätzlich erhielt Franciska ein Stipendium des ungarischen Staates und verbrachte ein Semester an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Dresden (Prof. John Holloway), wo sie die historische Aufführungspraxis für sich entdeckte. Es folgten Teilnahmen an der »Internationalen Sommerakademie Mozarteum«, Salzburg (Prof. Thomas Albert und Prof. Hiro Kurosaki) und der »Schwetzinger Hofmusik Akademie« unter Midori Seiler und Jaap ter Linden. Im Oktober 2012 nahm die junge Künstlerin ihr Studium an der Hochschule für Künste Bremen bei Veronika Skuplik auf und konzentriert sich seither gänzlich auf die Barockvioline. Sie spielte bereits auf deutschen und internationalen Bühnen mit verschiedenen Alte Musik Spezialisten wie »L’Arpeggiata« (Christina Pluhar) »La dolcezza« (Veronika Skuplik), dem »Ensemble Weserr-Renaissance« (Manfred Cordes), dem »Bremer Barock Consort« (Detlef Bratschke, Manfred Cordes) und »Concerto Palatino« (Bruce Dickey, Charles Toet). Seit 2014 ist Franciska Hajdu außerdem Stipendiatin der »Tesdorpf`schen gemeinnützigen Stiftung«. Im Frühling 2015 gewann sie mit dem Ensemble »Prisma« den 1. Preis im Internationalen »H.I.F. Biber Wettbewerb«, Österreich.


Néstor Fabián Cortés Garzón

Barockvioloncello

Der in Kolumbien geborene Cellist Néstor Fabián Cortés Garzón studierte am Conservatorio Universidad Nacional de Colombia in Bogotá modernes Violoncello und schloss 2008 sein Cello-Studium mit Auszeichnung ab. Er spielte im »Collegium musicum U.N. Bogotá«, im »Orquesta Sinfonica U.N. Bogotá«, sowie im Orchester »Filarmonica de Bogotá«. Barockcello studierte er vorerst nur als Nebenfach, jedoch wuchs die Liebe zur Alten Musik stetig, vor allem durch zahlreiche Projekte wie »Musica antigua para tiempos modernos« der Schola Cantorum Basiliensis- Bogotá und durch Meisterkurse z.B. mit der »Akademie für Alte Musik Berlin«. Néstor Cortés absolvierte ein Aufbaustudium und ein Masterstudium im Fach Barockcello bei Prof. Viola de Hoog an der Hochschule für Künste in Bremen. Konzertreisen (beispielsweise mit dem Orchester der internationalen »Barockakademie Ambronay«) führten ihn bereits durch ganz Europa. Neben der Arbeit mit Los Temperamentos ist Néstor Cortes auch Mitgründer und künstlerischer Leiter des 2014 gegründeten „Bremer Barockorchesters“. Das Orchester vereint junge Alte Musik Spezialisten aus der ganzen Welt und spielte bereits mit namhaften Musikern wie Veronika Skuplik und Ryo Terakado.


Hugo Miguel de Rodas Sanchez

Barockgitarre, Erzlaute

Der Lautenist und Gitarrist Hugo Miguel de Rodas Sanchez wurde in Mexiko-City geboren. An der dortigen Universidad Nacional Autónoma de Mexico studierte er zunächst klassische Gitarre. 2004 gewann er den Gitarrenwettbewerb »Rosa Mistica« in Curitiva, Brasilien, bevor er begann sich auf das Spiel historischer Lauteninstrumente und die Aufführungspraxis der Alten Musik zu konzentrieren.

Er besuchte zahlreiche Meisterkurse und wurde 2008 vom »Freiburger Barockorchester« eingeladen seine Studien in Europa zu intensivieren. Er studiert seit 2009 bei Lee Santana und Joachim Held an der »Hochschule für Künste Bremen« und musizierte unter namhaften Dirigenten wie beispielsweise Gabriel Garrido mit zahlreichen Ensembles und Orchestern (u.a. »Deutsche Kammerphilharmonie« und »Knabenchor Hannover«) in vielen Ländern Europas, Mittel- und Südamerikas.


Nadine Remmert

Cembalo

Die Cembalistin und Organistin Nadine Remmert studierte an der Hochschule für Künste Bremen in den Fächern Cembalo Solo und Continuospiel bei Prof. Carsten Lohff und Ludger Rémy. Ihr Studium der Alten Musik intensivierte sie bei Prof. Pieter van Dijk am Conservatorium van Amsterdam und bei zahlreichen Meisterkursen (u.a. bei Wolfgang Zerer, Edoardo Belotti, Menno van Delft, Skip Sempé und Frédéric Haas). Die junge Musikerin konzertiert regelmäßig bundesweit mit verschiedenen Orchestern, Ensembles und als Solistin. Sie war außerdem Stipendiatin des Rotary-Clubs Herford und spielte bereits mit renommierten Spezialisten wie dem »Bremer Barock Consort« und dem »Ensemble Weser-Renaissance«. Darüber hinaus wirkte sie an mehreren CD- und Rundfunkaufnahmen für Radio Bremen mit und korrepetierte bei verschieden internationalen Opernproduktionen und Meisterkursen wie bei der »Internationalen Sommerakademie« der Universität Mozarteum Salzburg oder dem »Forum Artium« (Han Tol). Seit 2014 ist Nadine Remmert Dozentin für Continuospiel und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.